Die Kehre.

An dieser Stelle möchten wir ein sehr gelungenes und wichtiges Projekt vorstellen: Die Kehre! Die Kehre ist ein mutiges und gut durchdachtes Netzseiten und Zeitschriftenprojekt und widmet sich zukünftig dem Thema der Ökologie in all seinen Facetten. Fernab von der gegenwärtigen thematischen Verengung und der Reduzierung auf den Co2 Ausstoß, wird hier der Blick geweitet und vertieft. Somit wird aus einer ganzheitlichen Sicht die Ökologie aufgegriffen und betrachtet.

Hier wird endlich wieder ein lebenswichtiger Themenschwerpunkt aufbereitet, der seit Jahrzehnten von der vermeintlich Konservativ-Rechten Seite vernachlässigt und an Linke und Grüne abgegeben wurde, die wiederum die ganzheitliche Sicht vernebelten und einzelne Elemente herausgriffen, um diese in ihr ideologisches Korsett zu zwingen.

Und ausserhalb dieser gespaltenen Position finden auch wir uns von Aufbruch und Erneuerung wieder. Die Rechte ist im Großteil liberal und kapitalistisch geworden und musste das Thema zwangsläufig in seiner Ganzheitlichkeit abgeben, da sie ausserhalb des kapitalistischen Fortschritts – und Wachstumswahns keine Alternative mehr zu denken im Stande ist und lediglich den Prozess abbremsen und kleine Korrekturen vornehmen möchte. In einem anderen Artikel https://aufbruch-erneuerung.org/2020/05/22/liberale-die-ihr-eigenes-system-nicht-verstehen/ verwiesen wir bereits auf einem grundlegenden Widerspruch vermeintlich konservativ – liberaler Ansichten: Liberale und Libertäre, die „ihre“ freie Marktwirtschaft bedroht sehen, gibt es seit dem Bestehen derselbigen und genauso ist eine konservative Ausrichtung einiger Liberaler nichts Neues. Zwar ist es objektiv gesehen gänzlich unmöglich, gleichzeitig ein wirklich konservatives Weltbild zu predigen und sich wirtschaftsliberal (also pro-kapitalistisch) zu verstehen, doch begegnen wir diesem Widerspruch v.a. in rechten politischen Zusammenhängen immer wieder.

Die Mainstream-Linken und die Grünen sowieso, betreiben wie schon angedeutet eine moralinsaure und verkappte Ökologie – Politik und denken vielmals in den gleichen Denkbahnen, wie jene Liberale-Rechte. Nur die Vorzeichen sind andere. Die Globalisierung und der vermeintliche Fortschritt durch Wachstum werden zumeist grundlegend bejaht, aber alles soll nur gerechter verteilt und gestaltet werden.

In der Selbstbeschreibung bezeichnet sich die Kehre als eine Zeitschrift, die an die Radix, also an die Wurzel geht. Dem schließen wir uns an! Eine grundlegende Infragestellung der ungezügelten Globalisierung und des dogmatischen Wachstumszwanges ist wichtiger den je. Daraus neue Ideen und Alternativen abzuleiten und zu formulieren, ist das Gebot der Stunde.

Unter https://die-kehre.de/ könnt ihr einen ersten Eindruck gewinnen. Die erste Ausgabe ist bereits erhältlich und kann als Einzelausgabe bestellt werden. Im Idealfall schließt ihr gleich das kostengünstige Jahresabo ab.

Zu guter Letzt veröffentlichen wir das Vorwort der Erstausgabe und wünschen dem Projekt gutes Gelingen und eine breite Resonanz.

Aus dem Vorwort:

“Liebe Leser,
es steht außer Frage; unsere hochtechnologisierten Industriegesellschaften erzeugen eine gravierende Umweltkrise. Es gibt kaum einen Platz mehr auf der Erde, wo der ressourcenverschlingende Leviathan das Natürliche nicht umgestaltet hat und aus den Fugen geraten läßt. Aus diesem Grund ist die Ökologie heute ein politisch hart umkämpftes Feld, auf dem heftig um die Deutungshoheit gerungen wird. Der menschliche Zugriff auf die Natur ist mittlerweile so allumfassend und ausdifferenziert, daß das Ökologische einen weitaufgefächerten Bereich darstellt: Es existiert die »Agrarökologie«, die »Kulturökologie«, die »Historische Ökologie«, die »Landschaftsökologie« und vieles andere mehr.

In Die Kehre wird all das und vieles mehr Thema sein; doch zuvorderst soll das Periodikum einen Beitrag dazu leisten, der aktuell stattfindenden Verengung der Ökologie auf den »Klimaschutz« Einhalt zu gebieten und den Blick dafür zu weiten, worin ihre ursprüngliche Bedeutung liegt: daß sie eine Lehre von der gesamten Umwelt ist, die Kulturlandschaften, Riten und Brauchtum, also auch Haus und Hof (Oikos) als ihren Namensgeber einschließt.”

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