Stellungnahme zu einer „Antifa“-Recherche

Auf einer Netzseite sich als links verstehender Akteure des „Antifa“-Milieus ist unsere Organisation aktuell Gegenstand eines Beitrages, den wir nachfolgend kurz kommentieren und korrigieren möchten. Dabei geht es uns nicht darum, den Verfassern irgendwie von der Unwahrheit ihrer „Rechercheergebnisse“ zu überzeugen – das wäre aussichtslos.

Nein, es geht darum, etwas Klarheit in das Wirrwarr zu bringen, welches durch das übliche „Kontaktschuld-Spiel“ der Antifa entsteht, und bei den Personen und Organisationen mit A&E in Verbindung gebracht werden, die damit (bis auf normale Kennverhältnisse) eigentlich nichts zu tun haben.

  1. A&E ist kein weiteres und/oder neues Projekt der Burschenschaft Normannia zu Jena.

Es trifft zwar zu, dass einzelne Mitglieder sich an Aktionen beteiligten, einen Einfluss auf Organisation und politischer Ausrichtung hingegen gibt es nicht.

2. Es wird geschrieben: „Gleichzeitig ist sie (die Gruppierung A/E) um ein kritisches Profil bemüht, indem sie sich in Blogbeiträgen von bestimmten rechten Strömungen distanziert und immer wieder linke Diskurse aufgreift, um sie von rechts zu besetzen.“

Dazu: wir bemühen uns nicht um irgendwas, sondern die Beiträge entspringen unserem Selbstverständnis und der politischen Zielsetzung, die auf unserer Seite nachgelesen werden können.  Wir greifen auch keine linken Diskurse auf, weil es im politischen Lager der Linksliberalen gar keinen Diskurs mehr gibt. Dort herrschen Denk- und Äußerungsverbote,   Regimetreue wegen staatlicher Alimentationen und Hass auf das eigentliche Subjekt des politischen Handelns, nämlich das Volk. Wenn der Einsatz für Letzteres von den Linksliberalen als eine Themenbesetzung von „rechts“ bezeichnet wird, so ist das einerseits selbstentlarvend und andererseits uns herzlichst egal.

3. Unsere Postfachadresse wird tatsächlich in einem Gebäudekomplex des Erfurter Südens verwaltet, in dem bis letztes Jahr Leute aus dem Umfeld der Partei „Der Dritte Weg“ Räumlichkeiten unterhielten. Man mag es kaum glauben, aber das ist Zufall. In diesem Gebäudekomplex ist eine riesige Postfachanlage der Deutschen Post untergebracht (neben verschiedenen anderen Unternehmungen) und Postfächer werden selbstverständlich von der Post selbst zugeteilt. Es gibt keine personellen Überschneidungen mit den Leuten besagter Partei und/oder deren Erfurter Nachfolgeorganisation(en).

4. Zu den im Beitrag genannten Personen möchten wir nur dahingehend anmerken, dass dort vielfach Namen zu Fotos zugeordnet werden, die vielfach nicht die betreffende Person zeigen. Weiterhin sollte jedem halbwegs denkenden Menschen klar sein, dass Teilnahme an Aktionen einer politischen Gruppierung nicht automatisch eine Mitgliedschaft in selbiger bedingen.

5. Im Artikel „Ausblick“, der so etwas wie eine Einschätzung sein soll, wird geschrieben: „Und auch die sonstigen Bemühungen der Gruppe, sich inhaltlich von den altbekannten Neonazi-Netzwerken abzuheben, sind mehr als durchschaubar. Ihre führenden Jenaer Aktivisten sind Vertraute des NSU-Helfers Ralf Wohlleben, ihr Kahlaer Aktivist Radtke saß für die NPD im Kreistag Saale-Holzland-Kreis und ihre Erfurter Aktivisten kommen aus der militanten Naziszene und halten diese Kontakte bis heute.“

Dazu: siehe 4.  

Weiter: „Ob mit A&E auch der Versuch verknüpft ist, in neuem Gewand formell anschlussfähig für die Netzwerke um IB, EinProzent, AfD oder Antaios zu sein, bleibt abzuwarten.“

Dazu: Wir dachten eigentlich immer, dass die politische Szenerie der IB in Deutschland (gibt´s die überhaupt noch?), EinProzent und der Buchverlag Antaios eh größtenteils die selbe ist (Personalunion usw.,), selbst die „Antifa“ ist doch dieser Meinung. Liest man dort nicht die eigenen Publikationen? Fakt ist jedenfalls, wir benötigen dort keinen Anschluss, sondern haben wie unter 2. beschrieben eine eigene politische Zielsetzung, die sich in wesentlichen Punkten massiv von den genannten Organisationen unterscheidet. Man möge beispielsweise nur einmal unsere Stellungnahme und Forderungen zur Flüchtlingspolitik lesen. Siehe hier: https://aufbruch-erneuerung.org/2020/11/09/ruckblick-zur-lesung-kritik-der-migration-und-daraus-erarbeitete-grundsatze/ Nichtsdestotrotz beteiligen wir uns nicht am Kontaktverbotsspiel, heißen jeden in unseren Reihen willkommen, wenn er sich zu unseren Grundsätzen bekennt. Egal was er oder sie vor vielen Jahren mal politisch getrieben haben. Würden wir an eine Unveränderlichkeit von charakterlichen Eigenschaften und politischen Überzeugen glauben, dann könnten wir ja gleich aufhören zu agieren.

Die geplante Veranstaltung (Lesung und Diskussion des aktuellen Wagenknecht-Buches) fand statt, wenngleich auch mit weniger Teilnehmern als geplant. Der weitere Anfahrtsweg und die noch geltende Ausgangsperre hielten leider viele ab. Sie wird aber in wenigen Wochen in unserer Region wiederholt. 

Bild: Supernovamag.de

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