Volkstrauertag – Gedenken in Kahla

Auch zum diesjährigen Volkstrauertag fanden sich wieder viele Mitstreiter des nationalen Lagers aus dem Saaltal zusammen. Ort des Geschehens war der Kahlaer Friedhof an der B88. Mit Fackeln, Gestecken und Kerzen wurde der Toten der Kriege, der Vertreibung und politischer Willkürherrschaft gedacht.

Nachdem ein Vertreter der Burschenschaft Normannia zu Jena an den deutschen Dichter Ludwig Uhland erinnerte, da an diesem Tag seinen 160. Todestag hatte und dessen wohl bekanntestes Gedicht „Ich hatt´ einen Kameraden“, den knapp 30 Anwesenden vortrug und dabei auch den historischen Kontext verdeutlichte, durfte auch ein Vertreter unserer Organisation das Wort an die Versammelten ergreifen. Die Rede geben wir nachfolgend wieder:

„77 Jahre nachdem in Europa mit der Kapitulation der Wehrmacht der letzte große Krieg beendet wurde, finden seit Februar diesen Jahres wieder heftige militärische Auseinandersetzungen auf europäischen Boden, genauer gesagt:  im Osten der Ukraine statt.

So verschieden die Schauplätz der Auseinandersetzungen damals und heute auch sind, gleichen sich doch die regionalen Vorgeschichten und die Einflussnahme fremder Akteure und vor allem einer außereuropäischen Macht.  

Diese heute wieder zündelnden Akteure entfachten im Jahre 1939 aus einem regionalen Konflikt zwischen dem Deutschen Reich und Polen um die Behandlung der deutschen Minderheit, auf dem nach dem Versailler Diktat neu zu Polen gehörenden Gebiet, und einer geforderten Straßen- und Schienenverbindung zum vom Reich abgeschnittenen Ostpreußen, mittels militärischer Beistandsbekundung einen katastrophalen Weltenbrand mit Millionen Toten auf allen Seiten.

Vordergründig um der Souveränität Polens beizustehen und diese zu verteidigen. Hintergründig ging es aber um die Erschaffung eines Grundes zur militärischen Unterwerfung eines erstarkten Wirtschaftskonkurrenten in der Mitte Europas, der die Vormachtstellung der angelsächsischen Ökonomien und die sich daraus ergebenden Profite einiger Weniger ernsthaft in Frage stellte.

Das Ergebnis dieses, fälschlicherweise auch in heimatverbundenen Kreisen, als „Völkerringen“ bezeichneten Krieges ist bekannt:

  • Die totale Unterwerfung Deutschlands und Eingliederung seiner Wirtschaft in die westliche Kapitalismushemisphäre
  • Ein Besatzungsregime, welches bis heute anhält
  • Die Umerziehung der Generationen nach 1945 zu willen- und wurzellosen Massenmenschen, die sich nur noch um schnellstmögliche Bedürfnisbefriedigung kümmern
  • und ein damit einhergehender Mangel an Widerstandspotential, an dem auch die volksverbundene Opposition, also wir, gerade bei den jüngeren Jahrgängen leidet

Dass die völlige Unterwerfung Deutschlands im letzten Krieg Vertreibung und Elend hervorbrachte, war den Entfachern desselbigen gleichgültig. Ebenso wie heute beim aktuellen Konflikt um die Ukraine.

Hier geht es mitnichten um die Souveränität dieses Landes, ebenso wenig darum, einen als antidemokratisch und autoritär diffamierten Präsidenten im Kreml in die Schranken zu weisen.

Nein, wie 1939 geht es darum, den Kollaps der eigenen Wirtschaft zu verhindern.

1939 stand die US-Ökonomie nach einer zehnjährigen Rezession kurz vor dem Zusammenbruch. Roosevelts Zugeständnisse im Zuge des  „New Deal“ waren die letzte Versuche einen Aufstand der Arbeiter auf Kosten horrender Staatsverschuldung abzuwenden. Eine wirkliche Perspektive aber die eigene Wirtschaft wieder zum Aufblühen zu bringen, gab es nicht. Erst im Zuge des beginnenden Weltkrieges, wurden wieder Massen an Arbeitern eingestellt, wurde die Produktion hochgefahren und die Spekulanten strichen nach Jahren des „Great Depression“, die dem großen Zusammenbruch von 1929 folgte, endlich wieder satte Gewinne ein.

Das Trümmerfeld Europa nach 1945 bot weiterhin einen langfristigen Absatzmarkt für amerikanische Produkte Dienstleistungen und die zweifelhaften Segnungen der US-Unkultur. Vom Raub wissenschaftlicher Patente und den Reparationszahlungen über Jahrzehnte hinweg, müssen wir an dieser Stelle gar nicht erst reden.

Die Souveränität Polens, das nur nebenbei angemerkt, die ja der Grund war, um aus dem regionalen Konflikt einen Weltenbrand zu entfachen, war dann nach 1945, wer es gedacht, den westlichen Siegern völlig gleichgültig. Denn wie wir wissen wurde die Volksrepublik Polen bis 1990 der sowjetischen Einflußspähre angegliedert, ohne dass der angeblich so demokratische Westen sich darum scherte und/oder militärisch eingriff.

Ebenso verhält es sich mit der Ukraine. Um die uns allabendlich in den Nachrichten zur Schau gestellten Sorge um die Souveränität dieses Landes geht es nur am Rande beim aktuellen Konflikt. Die berechtigten Interessen Russlands zum Schutz der russischsprachigen Bewohner des Donbass wurden und werden von der NATO, die seit ihrer Gründung nur der militärische Arm der US-Ökonomie ist,  nur als Anlass genommen, dort mittels Waffenlieferungen und der Unterstützung einer seit Jahren nationalistisch aufgeladenen Soldateska zu intervenieren.

Hintergründig geht es um viel mehr. Nämlich darum, die zaghaften Verbindungen zwischen der stärksten Volkswirtschaft Europas und dem zuverlässigsten Lieferanten von preiswerter Energie nachhaltig zu stören. Denn aktuell steht die US-Ökonomie wieder mit dem Rücken zur Wand. Die Milliardeninvestitionen in die heimischen Frackinggasindustrie müssen sich auszahlen, die schuldenbasierte Finanzierung dieser darf unter keinen Umständen mit großem Knall implodieren.

Wieder muss ein Konkurrent ausgeschaltet werden. Nur kann man ihn diesmal nicht direkt angreifen, wie damals Deutschland, sondern unternimmt dies mittels Sanktionen, die in der Weltgeschichte ihres Gleichen suchen, und dem Abschneiden seiner wirtschaftlichen Beziehungen zu vermeintlich souveränen Handelspartnern. Man spricht heute von hybrider Kriegsführung.

Die Sprengung der Gaspipelines in der Ostsee vor wenigen Wochen, war der augenfälligste Beweis dafür, welches Ziel hinter der Politik derjenigen steckt, die unserer Erfüllungsgehilfen im Bundestag als unsere Verbündete bezeichnen.

Die Folgen der aktuellen Politik und  dieses Anschlages auf unsere Energieversorgung sind schon jetzt absehbar:

Hunderte Milliarden deutschen Volksvermögens werden in den kommenden Jahren über den Atlantik wandern, um dort Militärgerät zu kaufen, welches wir eigentlich nicht benötigen. Billionen Euro werden sich die Eigentümer us-amerikanischer Gaskonzerne in die Tasche stecken, wenn wir ihren Rohstoff statt preiswerter Energie aus Russland beziehen müssen. Geld welches hierzulande schon jetzt fehlt, wenn es darum geht, in die Zukunft für kommende Generationen zu investieren.

Entsprechende Verträge wurden unlängst unterzeichnet.

(nachträgliche Anmerkung: Hervorragend zusammengetragen auf den Nachdenkseiten. Verweis:

https://www.nachdenkseiten.de/?p=90151 „Die USA haben den Gaskrieg gewonnen“)

Es scheint, als ist Deutschland, als ist unser Volk, das dritte Mal der große Verlierer eines ihm und Europa  aufgezwungenen Krieges, der nur aus wirtschaftlichen Interessen geführt wird. Seinerzeit mit einem enorm hohen Blutzoll und dem Verlust eines Drittels seiner Gebiete, diesmal mit einer bevorstehenden Verelendung der Massen unseres Volkes.

Inwiefern man daraus für den politischen Widerstand Kapital schlagen kann, soll an dieser Stelle nicht Thema sein, wird aber in unseren politischen Gremien diskutiert.

Fest steht aber, dass die Vorgänge der letzten Monate uns zum wiederholten Male und den Bürgern dieses Landes vielleicht zum ersten Mal mit aller Deutlichkeit vor Augen führten, dass wir seit 1945 ein besetztes Land sind, geführt von genügsamen Vasallen, die für ihren persönlichen Profit die Interessen unseres Volkes auf dem internationalen Mammon-Altar opfern.

Es war genau diese Situation, die man vor knapp 80 Jahren mit aller Kraft noch zu verhindern suchte. Der aufopferungsvolle Kampf der deutschen Truppen an allen Fronten diente bis zuletzt auch der nationalen Souveränität unseres Heimatlandes, seiner Unabhängigkeit und dafür, dass unser Volk seinen ihm angestammten Platz in der europäischen Völkerfamilie behält.

Auch wenn der Kampf letztlich sieglos war, zeigte uns das Engagement der damaligen Jugend unseres Volkes richtungsweisend, mit welchem Einsatz man sich den äußeren und inneren Feinden unseres Volkes entgegenstellt. Wenn ihr millionenfaches Opfer und das Leiden der Zivilbevölkerung nicht umsonst gewesen soll, dann haben wir heute die Pflicht, uns der aktuellen Situation mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu erwehren.

Keine leichte Aufgabe, wenn wir uns die aktuelle Geisteslage unserer Mitmenschen vergegenwärtigen. Und doch muss sie jeden Tag aufs Neue angegangen werden.

Aber es gibt auch Hoffnung.

Jede Woche ziehen zehntausende Mitmenschen durch die Straßen unserer Städte, anfangs nur aus Protest gegen hohe Lebenshaltungskosten. Doch immer deutlicher werden auch Forderung aus ihren Reihen laut, dass sich unser Land aus der NATO verabschieden soll und die Besatzer unser Land endgültig zu verlassen haben. Immer mehr wird den Menschen klar, dass die aktuelle Misere ihren Ursprung in der fehlenden Souveränität unseres Landes hat.

Und das über politische Grenzen hinweg, was dem Berliner Regime am meisten Sorgen bereitet. Vielleicht erwächst daraus Größeres – unterstützen wir diesen Protest mit den uns zur Verfügung stehenden Kräften!

In wenigen Monaten jährt sich der Aufstand der deutschen Bevölkerung im Ruhrgebiet gegen die französischen Besatzer zum hundertsten Male. An ihm nahmen die unterschiedlichsten politischen Lager teil: Sich als Kommunisten verstehende Arbeiter, nationalistisch gesinnte Bürger, selbstlose Freikorpskämpfer. Über alle ideologischen Grenzen und Klassen hinweg, stemmte man sich mit zivilem Ungehorsam, mit Streiks und Sabotageakten gegen die Besatzer und Ausbeuter. Einen der damaligen Anführer, Albert Leo Schlageter, werden wir im kommenden Jahr zum Gedenken an seine Taten und seine Hinrichtung vor 100 Jahren ehren.

Schlageter stellte sich seinerzeit mit seinen Mannen vorbildhaft gegen die Besatzer, sich völlig im Klaren darüber, dass das Eindringen des Feindes immer auch der Kollaboration der im Lande Mächtigen bedarf. Seine Worte von damals wirken geradezu prophetisch für unsere heutige Zeit, als er sagte:

Zitat:

„Ihr werdet erleben, wie sie unser Land verschachern, um ihre eigene erbärmliche Macht zu sichern.“

Wir gedenken deshalb der Millionen Gefallenen, die sich gegen diese Zustände zu wehren versuchten mit dem Versprechen, dass wir alles unternehmen, um das Verschachern unserer Heimat und des von den vorangegangenen Generationen geschaffenen Wohlstandes zu beenden. Für eine lebenswerte Zukunft unserer Kinder und deren Kinder!

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